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TfU in Kampala - U12 - Tournament
 
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3.7. - Tag 6

TfU-Turnier U12

Turniertag 1, heute wird es ernst!

Der erste Tag, an dem endlich die vielen Kinder, die wir zum Teil schon auf dem Sportplatz gesehen haben, ihre Trikots bekommen sollen. Timm ist nach seiner Auszeit gestern zum Glück wieder fit und kann auch mitkommen.

 

Früh am Morgen bepacken wir den Kleinbus mit vielen großen Kisten, voll mit Trikots, Hosen, Stutzen, Bällen, etc. den Weg zum Sportplatz sind wir schon einige male gefahren, so kommt uns dieser bereits recht vertraut vor, doch man sieht immer wieder neue Sachen, wenn man aus dem Fenster schaut und so ist jede Fahrt durch Kampala spannend und irgendwie ein kleines Abenteuer. Als wir am Police Playground an der Kira road ankommen, trauen wir unseren Augen nicht: es ist kurz vor acht Uhr und es ist noch nichts vorbereitet. Um neun Uhr soll das Turnier eigentlich beginnen. Heute spielen zunächst die unter zwölfjährigen. Von den Teams sind auch schon vereinzelt welche da, aber die Mitglieder unseres OK fehlen größtenteils. Der Platz ist noch nicht hergerichtet (es müssen Linien gezogen und Tore aufgestellt werden), das Zelt für die Ehrengäste und die Toiletten fehlen noch… na das kann ja knapp werden Die einzigen, die schon pünktlich auf dem Platz marschieren, sind die Jungs und Mädels von der Resvere-Polizei. Die trainieren wohl hier jeden morgen, sieht ein wenig aus wie Schützenfest, doch die werden hier ernsthaft gedrillt. Und so marschieren die in Reih und Glied und singen dabei ihren Schlacht-Gesang. Mit fortlaufender Zeit kommen auch immer mehr Teams, und wie sich dann herausstellt zu viele Teams.

 

Wir haben mit 24 geplant, doch als die alle von unserem Vorhaben gehört haben, sind viele Teams mal auf gut Glück vorbeikommen, in der Hoffnung auf ein Trikot. Leider müssen wir diese aber erstmal wieder nach Hause schicken. Ebenso haben alle Gewerke so langsam ihre Aufgaben erfüllt, so dass wir nach zahlreichen Interviews, Wooto, unser Media-Beauftragt, hat eine Menge Presseleute eingeladen, mit der Verteilung der Trikots beginnen können.

 

Die erste Übergabe wird natürlich für die Presse in Szene gesetzt, die Jungs wissen gar nicht, wie ihnen geschieht. Am Abend werden wir uns dann im Fernsehen in den Hauptnachrichten sehen, unsere Aktion hat also doch eine große Bedeutung hier in Uganda. Die anderen Trikots sind dann auch schnell übergeben, so dass wir mit 2,5 Stunden Verspätung endlich mit dem Turnier beginnen können.

 

Das wird später ganz schön knapp werden, denn um 17 Uhr spielt ja unsere deutsche Nationalmannschaft gegen Argentinien. Das Turnier verläuft gut, ganz schön staubig ist der Platz und große Steine liegen noch darauf, doch die Kids spielen mit großer Begeisterung, und das zum größten Teil barfuss, Ziel muss es nächstes Jahr sein, dass jedes Kind neben einem Trikot auch ein paar Fußballschuhe bekommt.

 

Der Fußball, den die Jungs bieten ist technisch stark, lediglich vor dem Tor zeigen die Jungs eine große Abschlussschwäche. Timm erklärt das damit, dass in den Toren keine Netze hängen und wenn man dann Tore machen würde, müsste man ja auch erst einmal den Ball wiederholen und das kann hier zum Teil richtig lange dauern. Ãœber diese These diskutieren wir noch lange, aber es macht auch richtig Spaß hier zu zu schauen. Besuch von der deutschen Botschaft bekommen wir dann auch noch, das freut uns doch, dass sie unserer Einladung nachgehen konnten.

 

Zu Mittag wird jedes Kind mit einer Mahlzeit versorgt. Es wurde eine große Reispfanne gekocht, die in kleine Plastiktüten verpackt wurde. Man isst auch direkt aus der Tüte und wir schließen uns den Gepflogenheiten an, obwohl man uns doch zumindest eine Gabel anbieten möchte. Ist wirklich lecker und auch sättigend.

 

Am Nachmittag merken wir dann, dass es ganz schön knapp werden könnte mit dem Deutschland-Spiel. Immer wieder fragen wir Robert, den TfU-Turnierdirektor, wie weit wir mit dem Turnier sind und wann endlich die Endrunde beginnt. Sie bemerken unsere Unruhe und verkürzen einfach die Spielzeit der Spiele. Ursprünglich liefen die Spiele 2 x 10 min, danach dann nur noch 2 x 8 min, schließlich kürzt man auf 2 x 5 min. Die letzten Gruppenspiele werden zu unserer Freude dann komplett gecancelt. Es kann also noch was werden mit Deutschland. Das Finale ist natürlich der absolute Höhepunkt und muss im Elfmeterschießen entschieden werden.

 

Die Truppe mit den RUF-Trikots setzt sich knapp durch und mit dem finalen Treffer bricht ein Jubel aus, der sich sehen lassen kann. Jeder, der nicht zur Verlierer-Mannschaft gehört, jubelt einfach mit und rennt einmal quer über den gesamten Platz. selten so eine Freude gesehen und vor allem geht es ja „nur“ um die Ehre, denn Sieger sind ja eigentlich alle Teams, denn alle Teilnehmer haben ja von uns einen Trikotsatz bekommen.

 

16:50 das Turnier ist fertig und wir müssen zugeben, dass wir die Siegerehrung nicht wirklich in die Länge ziehen und neben einem "Finally, there can only be one winning team, Congratulations" wollen wir in diesem Moment nicht mehr sagen. 16:58 fertig, ab ins Auto und zum nächsten Fernseher, der bei Wooto im Sender steht, ca. 3 Minuten entfernt von hier 17:06 Ankunft Radio Simba 17:07 Sicherheitskontrolle. Da muss man sich vorher am Tor in ein Buch eintragen.

 

Das Sicherheitspersonal hört aber Radio und lässt uns wissen, dass bereits ein Tor gefallen ist. "Für wen?" "Germany!" Und der erste Jubel bricht schon vor der Tür aus 17:08 vor der Tür, aber da gibt es auch doppelte Sicherheitsschleusen 17:10 endlich, ein Fernseher, mitten im Studio! Das muss man sich so vorstellen: da sitzen zwei Ugander in einem 6m² großen Studio mit zwei Fernsehern an der Wand und kommentieren das Spiel live im Radio, in Luganda, der zweiten Amtssprache Ugandas. Entsprechend ruhig müssen wir uns verhalten 17:45 Halbzeit, läuft ja gut für Deutschland, 1:0, Tor durch Müller, erst mal durchatmen nach dem ganzen Stress heute, Denkste!

 

In der Halbzeit werden wir in das Nachbarstudio vom Englisch-sprachigen Schwester-Sender geführt, in dem wir eine Halbzeitanalyse des Spiels geben müssen. der Moderator ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Vogel und redet eine Menge Zeugs ohne Punkt und Komma, und man hat ihm entweder die falschen Fakten über uns zugesteckt oder er redet einfach drauf los, denn Timm ist auf dem Sprung Fußball-Profi zu werden und spielt auf einmal bei Borussia Dortmund und ich bin Trainer der U19 Deutschlands… schön wärs… 18:45 das Spiel ist vorbei und wir haben eines der stärksten Spiele Deutschlands in der gesamten Länderspiel-Geschichte gesehen. Der Moderator ist schirr durchgedreht vor Freude über das schöne Spiel, bis auf „Schweinsteiger, Dangerman!“ haben wir aber nicht viel verstanden.

 

Lustig war es trotzdem und unser Jubel über die drei weiteren Tore war dann schließlich doch im ugandischen Radio zu hören. Abends können wir uns in Ruhe noch das letzte Viertelfinal-Spiel der WM anschauen und zur Feier des Tages wird dann noch das Tanzbein geschwungen.

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